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      Schlafprobleme am Wochenende

      Eigentlich hätte man am Wochenende endlich mal Zeit richtig auszuschlafen. Doch viele Berufstätige quälen sich genau dann mit Schlafproblemen durch die Nacht, weil sie über unerledigte Arbeitsaufgaben grübeln anstatt zu entspannen. Wie Sie das ändern können, darüber beraten wir Sie gerne bei uns in der Apotheke.  

      Freitags kurz vor Feierabend ist die Freude auf das Wochenende groß – endlich hat man Zeit, um sich von der anstrengenden Arbeitswoche zu erholen. Doch viele Berufstätige fühlen sich auch an den freien Tagen von der Arbeit gestresst und leiden dadurch unter Schlafproblemen. „Uns hat interessiert, ob das Grübeln über unerledigte Aufgaben ein Bindeglied zwischen Arbeitsstress und Schlafproblemen sein könnte“, so Conny Antoni, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Trier und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. „Wir unterscheiden zwischen zwei Arten des Grübelns über unerledigte Aufgaben: Sorgenvolles Grübeln ist ein Zustand, in dem negative, wiederkehrende Gedanken über die Arbeit auftreten, ohne dass nach Lösungen gesucht wird. Problemlösendes Grübeln hingegen beschreibt das kreative, von der Arbeit losgelöste Nachdenken über Probleme.“  

      Tagebuchstudie über drei Monate  
      Um den Zusammenhang zwischen Arbeitsstress und Schlafproblemen zu untersuchen, führten Psychologen der Universität Trier und der Fernuniversität Hagen über drei Monate eine Tagebuchstudie mit 59 Arbeitnehmern durch. Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Branchen und studierten im Fernstudium Psychologie. Über zwölf Wochen hinweg sollten sie jeden Freitagnachmittag per Onlinefragebögen Auskunft zu ihrem Arbeitsstress geben – gemessen an erlebtem Zeitdruck und unerledigten Aufgaben am Ende der Woche. Montags – direkt vor Arbeitsbeginn – wurden sie zu ihrer Schlafqualität, zu sorgenvollem Grübeln einerseits („An diesem Wochenende war ich angespannt, wenn ich über arbeitsbezogene Themen nachgedacht habe.“) und zu problemlösendem Grübeln andererseits („An diesem Wochenende habe ich in meiner Freizeit Lösungen für arbeitsbezogene Probleme gefunden.“) befragt.  

      Schlafprobleme durch sorgenvolles Grübeln  
      Die Untersuchung ergab: Wer mehr unerledigte Aufgaben hat, hat auch mehr Schlafstörungen. Außerdem zeigte die Studie, dass auch ein Zusammenhang zwischen sorgenvollem Grübeln und Schlafstörungen besteht: Wer viel sorgenvoll grübelt, ist stärker von Schlafstörungen betroffen. Der Zusammenhang zwischen problemlösendem Denken und Schlafstörungen ist entgegengesetzt – jedoch nur schwach – ausgeprägt. Wer problemlösend über unerledigte Aufgaben nachdenkt, leidet weniger unter Schlafstörungen.  

      Unerledigte Aufgaben regen sowohl sorgenvolles als auch problemlösendes Grübeln an. Direkten Einfluss auf die Schlafqualität hat jedoch nur sorgenvolles Grübeln. „Unerledigtes führt so zu schlaflosen Nächten – denn gedanklich lässt es uns auch in der Freizeit nicht los“, erklärt Christine Syrek, Psychologin und Hauptautorin der Studie. Beschäftigten, die viel sorgevoll grübeln, kann problemlösendes Grübeln helfen, die Schlafqualität zu verbessern. „Problemlösendes Grübeln wirkt hier als eine Art Puffer. Die negative Wirkung des sorgenvollen Grübelns kann dadurch etwas aufgefangen werden“, so Syrek.  

      Einfluss des Zeitdrucks auf die Schlafqualität  
      Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Es besteht kein direkter Zusammenhang zwischen dem Zeitdruck am Ende einer Arbeitswoche und der Schlafqualität am Wochenende. Wenn jedoch das Ausmaß an Zeitdruck über den gesamten Zeitraum von drei Monaten berücksichtigt wird, zeigen sich Zusammenhänge zwischen Menge an Zeitdruck und Schlafstörungen. Das Gesamtmaß an unerledigten Aufgaben über die drei Monate hinweg hatte Einfluss auf den Wochenendschlaf. Die Studienteilnehmer, die im Untersuchungszeitraum am häufigsten über unerledigte Aufgaben berichteten, konnten an den Wochenenden schlechter schlafen – unabhängig von den unerledigten Aufgaben der jeweiligen Woche.  

      Natürliche Hilfe für einen besseren Schlaf  
      Schlafen auch Sie am Wochenende oft nicht gut? Dann können Sie natürlichen Schlafmittel ausprobieren: Baldrian fördert den Schlaf, entspannt und beruhigt. Er wird sowohl einzeln als auch in Kombination mit anderen Arzneipflanzen wie Melisse, Passionsblume und Hopfen eingesetzt. Wichtig: Lassen Sie sich nicht sofort entmutigen, wenn Sie nach ein paar Nächten immer noch nicht besser schlafen können.

      Es kann ein paar Wochen dauern, bis die Naturpräparate richtig wirken. Wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann Ihr Arzt Ihnen auch Schlafmittel verschreiben. Mittlerweile gibt es Präparate, die tagsüber keine Müdigkeit mehr zurücklassen. Bitte beachten Sie: Nehmen Sie nicht ohne ärztlichen Rat Schlaftabletten ein, denn das kann dazu führen, dass mögliche ernste Erkrankungen wie Herzschwäche, Bluthochdruck, Asthma, Schilddrüsenüberfunktion oder Diabetes mellitus als Ursache der Schlafstörung unerkannt bleiben und nicht therapiert werden.

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      Wie Sie Ihre Schlafqualität verbessern können und welche Mittel zur Behandlung von Schlafstörungen zum Einsatz kommen können, erfahren Sie bei uns in der Apotheke.


      Quellen:

      Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs): Schlafprobleme am Wochenende? Grübeleien über unerledigte Aufgaben könnten der Grund sein

      vitanet.de: Naturheilmittel gegen Schlafstörungen


      © Thinkstock
      Aktenstapel
      © iStock
      Weniger sorgenvolles, mehr problemlösendes Grübeln: Wer am Wochenende zu viel über unerledigte Aufgaben grübelt, schläft schlechter. Was dann hilft: problemlösend grübeln.